Gipsy-Tanz

Die Kultur der "Zigeuner" ist vielfältig und bunt. Sie selbst nennen sich Roma, die Sinti sind wiederum eine Untergruppe. Die vor vielen Jahrhunderten aus Indien nach Europa gewanderte Volksgruppe hat sich vielerorts angesiedelt und dann an diesen Orten eigene Abwandlungen von Sitten, Gebräuchen und Musikrichtungen entwickelt, immer unter dem Einfluss der einheimischen Kulturen. So gibt es zum Beispiel russische, türkische und südosteuropäische Stile, die sich herausgebildet haben.

Durch die Jahrhunderte wurden die Sinti und Roma oft diffamiert und verfolgt, da man ihren nomadischen Lebensstil als eigenartig und unsittlich empfand und sie häufig mit Verbrechen in Verbidung brachte. Nur in Russland erkannte man die großartige unterhaltende Wirkung, die die Zigeunertänze haben, und ließ Zigeuner gern als Unterhalter auf großen Bühnen auftreten.

Zigeunertänze sind verspielt, provokant und spaßig, dabei jedoch auch stolz und leidenschaftlich. Es besteht  eine Verwandtschaft des Gipsy-Tanzes mit dem andalusischen Flamenco.

Je nach Region werden andere Musikinstrumente eingesetzt, beeinflusst durch einheimische Musik. Es gibt Gitarren und andere Zupfinstrumente, Violinen und Fiedeln, Akkordeons und viele Arten von Trommeln und Percussions. Auch Gesang zum Tanz ist verbreitet.